Standkonzert

Alljährlich finden sich unzählige Besucher auf der Kreuzigungsgruppe in Oberammergau anlässlich des Geburtstages vom Kini (König-Ludwig II) ein, um die Ludwigsfeuer rundum des Passionsortes mit zu verfolgen.
Der Oberammergauer Kulturverein e.V. hat sich deshalb 2016 entschlossen, die Besucher vorab mit einem Standkonzert zu unterhalten und den Gästen die Wartezeit so zu verkürzen und angenehmer zu machen.
Von 19.00 bis 20.00 Uhr spielt die Unterammergauer Blasmusik seitdem regelmäßig an dieser ehrwürdigen Stätte, eine großzügige Spende von König-Ludwig II.

Die Historie:
Am 25. September 1871 fand zu Ehren König Ludwigs II. eine Sonderaufführung der Oberammergauer Passionsspiele statt. Der König war derart gerührt und erschüttert zugleich, dass er den Oberammergauer Passionsspielern zur bleibenden Erinnerung die monumentale Kreuzigungsgruppe stiftete. Der König bestimmte selbst Material, Künstler und Standort für das Denkmal, an dem der Bildhauer Prof. Halbig aus München über zwei Jahre arbeitete. Nach äußerst schwierigem tagelangen Transport wurde das 1160 Tonnen schwere Denkmal am 15. August 1875 am Osterbichl eingeweiht. Drei Jahre lang kam der König jeweils am 15. Oktober zur Kreuzigungsgruppe zum stillen Gebet, ehe ihn die immer zahlreicher werdenen Neugierigen vertrieben.

 

Die Musikkapelle vom Nachbarort wartet alljährlich an diesem Vorabend des Kini-Geburtstages mit einem sehr fein ausgewählten Musikprogramm auf, passend zum Anlass und zur Örtlichkeit. Den Musikern von "nebenan" sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt, dass sie von Beginn an diesen Event begleiten! Die Oberammergauer Musikkapelle steht an diesem Abend nie zur Verfügung, sie sind auf dem Kofel und anschließend begleiten sie musikalisch die Feuermacher bei ihrem Einzug in den Ort.
Zu den vielen Gästen von Nah und Fern mischen sich natürlich auch einige Einheimische, selbst Landrat Anton Speer lässt sich diesen Auftritt zusammen mit seiner Gattin nicht nehmen!
Leider spielt manchmal das Wetter nicht so mit, wie sich die Veranstalter das wünschen und so musste 2018 das Standkonzert bereits im Vorfeld abgesagt werden und das Jahr davor wurden Musiker und Besucher nach ca. 30 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes von einem "Weltuntergangsgewitter" buchstäblich vom Berg gespült. So ist das bei Freiluftveranstaltungen, da gibt es keine Garantien - nur ein Durchhaltevermögen!
Jedes Jahr auf´s Neue - so lautet das Motto!
Eintritt wird keiner erhoben, aber Spenden werden sehr gerne angenommen! Getränke und ein kleiner Imbiss wird zum Kauf angeboten!